Vereinsfahrt zum Oberschloß Kranichfeld

Nach knapp 11 Jahren (erster Besuch) und ca. 8 Jahren seit dem letzten Besuch fuhren wir mit der Bahn nach Kranichfeld. Wir wollten die Veränderungen auf der Burg sehen, sowie den Kontakt zwecks Mittelalterfesten zum Verein wieder aufleben lassen.


Nach der Ankunft und dem sehr gut schmeckendem und sehr preiswerten Mittagessen im Gasthaus „Zur Ilmklause“, wurde uns eine sehr informative und unterhaltsame Führung durch die Geschichte des Oberschlosses geboten.


Absolut sehenswert: Der seit 2001-2002 renovierte „Dicke Turm“ mit hängender Treppe, der neuen Glaskanzel im obersten Stockwerk sowie die Aussichtsplattform. Von dieser sah man auch die umliegenden Burgen – Tannroda, Tonndorf, Niederburg sowie einige Motten (aufgeschüttete Burghügel). Das Thüringer Kernland von Gotha über den Ilmkreis bis zum Rennsteig weist eine hohe Burgen- und Burgstellendichte auf.


Unser Dank gilt dem Verein auch für die für uns auf dem Burginnenhof angerichtete Kaffeetafel, an der wir bei Sonnenschein und herrlich schmeckendem Kuchen, Kaffee und Tee wunderbar plaudern konnten. Als absolut unverständlich für uns erwies sich, was dem Verein auch große Sorgen bereitet, dass die Stadt Kranichfeld beabsichtigt den Parkplatz vor der Schlossanlage als Bauplätze verkaufen will. Für einige unserer gehbehinderten Vereinsmitglieder war der Besuch in Kranichfeld nur möglich, weil sie dankenswerter Weise von Kranichfelder Vereinsmitgliedern hinauf gefahren und die Autos geparkt werden konnten. Der Wegfall des Parkplatzes würde für gehbehinderte Besucher, die Durchführung von Veranstaltungen (Hochzeiten, Konzerte, Feste, Märkte) zum dauerhaften Hindernis eventuell zum KO-Kriterium werden.

Den Verkaufserlös erhält die Stadt einmal. Die Nutzungsbeeinträchtigung des Oberschlosses und die dadurch eintretenden Verluste sind von Dauer. Den großen Vorteil den das Oberschloss durch den vorteilhaft liegenden Parkplatz hat, darf man nicht für kurzfristigen Nutzen verspielen.


Obwohl wir die Niederburg vom „Dicken Turm“ aus einladend in der Sonne liegen sahen, hat die Zeit leider nicht gereicht. Wir mussten unseren Zug erreichen. Die bizarre Atmosphäre in der Bahnhofsgaststätte in Kranichfeld erinnerte manchen an alte NVA- oder Tramperzeiten. Ich (Volker Pölzing) bedanke mich erst einmal für das rege Interesse und die Teilnahme, auch bei den Ex-Bornhagenern. So groß waren wir als Gruppe lange nicht mehr.


Unser Dank gilt dem Verein für den Empfang und die Führung in Kranichfeld, allen voran Frau Czypionka und ihrem Stab,


- der Gaststätte „Zur Ilmklause“ für die Bewirtung,

- der DB für die reibungslose Reise,

- nicht zuletzt dem „Alpha-Reisebüro“ in Witzenhausen für die Geduld beim Fahrkartenverkauf.


Jetzt hoffen wir auf den Gegenbesuch der Kranichfelder bei uns in Bornhagen.

Nächstes Jahr soll die Frühjahrsexkursion eventuell nach Tonndorf oder Bad Blankenburg gehen.


Volker Pölzing

ehemaliges Vorstandsmitglied Heimatvereins Hanstein/Bornhagen e.V.

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